werk
in meiner dichtung versuche ich, mich über grenzen zu bewegen. über die grenze zwischen deutschland und frankreich, ein Land, das mich in meiner künstlerischen entwicklung von anfang an geprägt hat. globaler über die grenze zwischen westlicher und östlicher ästhetik und mentalität. formal möchte ich an den Schnittstellen zwischen den verschiedenen künsten arbeiten. zwischen literatur und musik, wie in meiner Textgrundlage für die Partitur von mund zu mund. zwischen gedicht und visueller kunst, wie in vielen meiner Einzelgedichte und in meinem längeren zyklus zum werk und leben des malers pierre soulages: spuren / interlineare / / horizonte. hinter all diesen Grenzerfahrungen liegt eine basalere, die für mich alles verbindet und mich nachhaltig fasziniert: die grenze zwischen konkretion und abstraktion.
„manchmal bietet das gedicht eine zigarettenpause von der immanenz. es schenkt einen spalt in der zeit, als öffnete sich eine fuge in der welt, lässt das gedicht ihre bausteine stück für stück erkennbar werden . . . bei felix reinhuber scheint es, als ob die gedichte die festen blöcke an bedeutung und erzählmustern voneinander abrücken und sie leicht aus ihren fundamenten drehen . . . der weiße raum des gedichts ist nicht leer, hier wächst es.“
– laudatio von hans jürgen balmes beim 30. open mike
„ein poetisches verfahren der scharfen schnitte, cut-ups, dinge und worte zerbrechen in fragmente, wirklichkeitsfetzen, entitäten, und werden neu montiert . . . die syntaktischen zeichen sind ein elementarer teil dieser poesie. aber da ist noch so viel mehr, das aufhorchen lässt: die vielsprachigkeit, der durchkomponierte sound, der kurzschluss von einfühlung und diskurs, identifikation und distanz. die bildergedichte . . . sind von großer genauigkeit . . . viele von ihnen versuchen zu greifen, was kaum zu greifen ist . . . alles zerfällt in schnelle sequenzen, bewusstseinssedimente, als würde wahrnehmung in echtzeit nachgebildet.“
– laudatio von helge pfannenschmidt beim 28. open mike
der vogel, schwarz
gedicht in mosaik – zeitschrift für literatur und kultur (online, 2025)
„die assoziationsreiche, irrwitzig sinn schaffende sprache reinhubers bringt illés zum tanzen.“
– jan brachmann, faz, „illusionslos, aber liebevoll“, zum kissinger sommer 2022
bibliografie
- von mund zu mund. textgrundlage für eine partitur von márton illés für ensemble, sechs stimmen und elektronik. edition peters. (2026)
gedichte und kurzprosa in:
- die horen 300 (2025)
- Sinn und Form (1/2025)
- signaturen (2025, online)
- mosaik (2025, online)
- die horen 292 (2023)
- Anthologie zum 30. Open Mike. Allitera Verlag (2022)
- ausgewählte Gedichte, für piano und sopran vertont von márton illés, wurden beim Kissinger Sommer uraufgeführt (2022)
- Anthologie zum 28. Open Mike. Allitera Verlag (2020)
- Anthologie der Gruppe 48 (2019)
- entwürfe 85 (2018)
- The Freiburg Review. A Bilingual Literary Magazine 3 (2016)









